Soljanka zu dünn: Was tun?

Eine Hand rührt mit einer Kelle eine rote Soljanka in einem großen Edelstahltopf um.

So bekommt eine zu flüssige Soljanka wieder die richtige Konsistenz

Die Soljanka schmeckt eigentlich gut, aber irgendetwas stimmt trotzdem nicht: Zwischen Wurst, Fleisch und Gewürzgurken befindet sich viel Flüssigkeit und statt einer kräftigen, gehaltvollen Suppe erinnert das Ergebnis eher an eine dünne Brühe.

Eine zu dünne Soljanka ist allerdings meistens kein großes Problem. In vielen Fällen lässt sich die Konsistenz noch während des Kochens korrigieren.

Wichtig ist zunächst eine Unterscheidung: Schmeckt die Soljanka wirklich zu dünn oder ist lediglich zu wenig Einlage vorhanden?

Auch eine zweite Frage ist entscheidend: Ist nur die Konsistenz zu dünn oder schmeckt gleichzeitig die gesamte Suppe wässrig und fad?

Denn eine Soljanka kann durchaus relativ flüssig sein und trotzdem kräftig schmecken. Umgekehrt kann eine dickere Soljanka geschmacklich enttäuschen.

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Soljanka zu dünn – schnelle Hilfe

Ist die Soljanka zu dünn, zunächst keine weitere Brühe hinzufügen. Lassen Sie die Suppe bei moderater Hitze und leicht geöffnetem beziehungsweise abgenommenem Deckel etwas weiter köcheln. Dadurch kann überschüssige Flüssigkeit verdampfen.

Ist dagegen vor allem zu wenig Einlage vorhanden, kann das Verhältnis zwischen Flüssigkeit und festen Zutaten angepasst werden.

Auch etwas passendes Letscho oder Tomatenmark kann je nach Rezept mehr Fülle bringen.

Speisestärke oder Saucenbinder sind normalerweise nicht notwendig. Soljanka soll eine Suppe bleiben und nicht die Konsistenz einer gebundenen Sauce bekommen.

Wie dick sollte Soljanka eigentlich sein?

Für die perfekte Konsistenz gibt es keine millimetergenaue Vorgabe.

Soljanka ist eine Suppe mit reichlich Einlage. Sie sollte sich problemlos mit einer Suppenkelle portionieren und mit einem Löffel essen lassen.

Die Flüssigkeit darf kräftig und etwas sämig wirken. Sie sollte jedoch weder wie Wasser beziehungsweise eine klare Brühe erscheinen noch so dick sein, dass aus der Soljanka beinahe ein Eintopf oder eine Sauce wird.

Wie gehaltvoll eine Soljanka serviert wird, hängt außerdem vom Rezept und vom persönlichen Geschmack ab.

Entscheidend ist deshalb weniger eine vermeintlich perfekte Dicke als ein stimmiges Verhältnis zwischen Flüssigkeit und Einlage.

Zu dünn oder nur zu wenig Einlage?

Diese beiden Probleme werden häufig miteinander verwechselt.

Schöpfen Sie einmal eine normale Portion in einen Teller und schauen Sie sich das Verhältnis an.

Befinden sich reichlich Wurst, Fleisch, Gurken und weitere Zutaten auf dem Teller, während die Flüssigkeit lediglich sehr dünn wirkt, liegt tatsächlich eher ein Konsistenzproblem vor.

Schwimmen dagegen nur wenige Stückchen in einer großen Menge Brühe, fehlt möglicherweise vor allem Einlage.

BeobachtungWahrscheinliches Problem
Viel Einlage, sehr flüssige BrüheZu hoher Flüssigkeitsanteil
Wenig Einlage, viel BrüheVerhältnis Flüssigkeit/Einlage stimmt nicht
Dünn und geschmacklich schwachZusätzlich möglicherweise Geschmacksproblem
Flüssig, aber kräftig und ausgewogenMöglicherweise gar kein Fehler

Warum wird Soljanka zu dünn?

Eine zu dünne Soljanka kann unterschiedliche Ursachen haben. Häufig wurde schlicht etwas zu großzügig mit Brühe gearbeitet.

Gerade beim Kochen ohne exakt abgemessenes Rezept wird Flüssigkeit gern vorsorglich nachgegossen. Das erscheint zunächst sicherer, weil nichts anbrennen soll. Am Ende befindet sich dann jedoch mehr Brühe im Topf, als für die vorhandene Einlage notwendig wäre.

Weitere mögliche Ursachen sind:

  • zu viel Brühe oder Wasser,
  • zu wenig Einlage,
  • zu wenig Tomaten-Paprika-Grundlage,
  • eine sehr kurze Kochzeit,
  • ein zu großer Topf mit falsch eingeschätzter Flüssigkeitsmenge,
  • zusätzliches Nachgießen während des Kochens,
  • ein Rezept wurde für mehr Portionen hochgerechnet und die Flüssigkeit zu großzügig bemessen.

Die häufigsten Ursachen auf einen Blick

UrsacheAuswirkungMögliche Lösung
Zu viel BrüheSoljanka wirkt wässrigVorsichtig reduzieren
Zu wenig EinlageViel Flüssigkeit, wenig InhaltVerhältnis anpassen
Zu wenig GrundmasseBrühe wirkt wenig sämigLetscho/Tomatenbasis prüfen
Zu kurze KochzeitFlüssigkeit noch nicht reduziertEtwas weiter köcheln
Zu viel nachgegossenVerhältnis verschiebt sichZunächst keine weitere Flüssigkeit

Eine Hand rührt mit einer Kelle eine rote Soljanka in einem großen Edelstahltopf um.
Beim Abschmecken zeigt sich, ob Säure, Würze und Süße der Soljanka im Gleichgewicht sind. Bild: envato.com

1. Zu dünne Soljanka zunächst weiter köcheln lassen

Bei einem leichten Flüssigkeitsüberschuss ist das häufig die einfachste Lösung.

Lassen Sie die Soljanka bei moderater Hitze weiter köcheln. Dabei kann Wasser verdampfen und das Verhältnis zwischen Flüssigkeit und Einlage verändert sich.

Der Deckel sollte dabei nicht vollständig geschlossen sein, denn sonst bleibt ein großer Teil des entstehenden Wasserdampfes im Topf.

Regelmäßig umrühren und die Konsistenz beobachten.

Es geht nicht darum, die Soljanka eine Stunde lang mit maximaler Hitze zu kochen. Häufig reichen bereits einige zusätzliche Minuten.

Warum wird die Soljanka dadurch kräftiger?

Beim Reduzieren verdunstet Wasser. Die übrigen Bestandteile bleiben im Topf.

Dadurch wird nicht nur die Flüssigkeitsmenge kleiner. Auch vorhandene Geschmacksstoffe können anschließend konzentrierter wahrgenommen werden.

Genau deshalb muss beim Einkochen vorsichtig gearbeitet werden.

Wichtig beim Einkochen

Eine zu dünne Soljanka kann durch vorsichtiges Reduzieren verbessert werden. Eine bereits sehr salzige Soljanka sollte dagegen nicht einfach stark eingekocht werden, weil dadurch auch der Salzgeschmack konzentrierter werden kann.

Ist die Suppe gleichzeitig zu salzig, lesen Sie zuerst unseren Ratgeber Soljanka zu salzig: Was tun?

2. Den Deckel öffnen

Manchmal liegt die Lösung tatsächlich nur im Deckel.

Bei vollständig geschlossenem Topf kondensiert ein Teil des Wasserdampfes am Deckel und gelangt zurück in die Suppe.

Soll überschüssige Flüssigkeit reduziert werden, kann die Soljanka deshalb mit geöffnetem oder nur teilweise aufgelegtem Deckel weiterköcheln.

Dabei die Hitze kontrollieren und regelmäßig umrühren.

3. Mehr Einlage kann das Verhältnis verbessern

Ist nicht die Flüssigkeit an sich das Hauptproblem, sondern befinden sich schlicht zu wenige feste Zutaten im Topf, kann zusätzliche Einlage sinnvoll sein.

Mehr Wurst oder Fleisch „saugt“ die Brühe dabei nicht einfach weg. Entscheidend ist vielmehr, dass sich das Verhältnis zwischen Flüssigkeit und festen Bestandteilen verändert.

Dadurch wirkt die Soljanka beim Essen gehaltvoller.

Zusätzliche Einlage sollte jedoch zum bestehenden Rezept passen und nicht blind in den Topf gegeben werden.

Vorsicht mit stark gesalzener Wurst

Gerade bei zusätzlicher Wurst muss der Geschmack berücksichtigt werden.

Eine stark gesalzene oder sehr kräftig gewürzte Wurst kann zwar für mehr Einlage sorgen, gleichzeitig aber die Salzbalance verändern.

Deshalb zusätzliche Zutaten zunächst probieren und die Soljanka anschließend erneut abschmecken.

4. Kann Letscho eine zu dünne Soljanka verbessern?

Letscho bringt nicht nur Geschmack, sondern auch Paprika- und Tomatenbestandteile in die Suppe.

Dadurch kann die Soljanka gehaltvoller und etwas sämiger wirken.

Das bedeutet allerdings nicht, dass bei jeder dünnen Soljanka einfach ein ganzes zusätzliches Glas Letscho in den Topf gehört.

Zu viel davon verändert den Charakter der Suppe deutlich. Paprika und Tomate können anschließend andere typische Komponenten überdecken.

Deshalb auch hier schrittweise arbeiten: kleine Menge ergänzen, einige Minuten mitköcheln lassen und erneut beurteilen.

5. Kann Tomatenmark Soljanka eindicken?

Tomatenmark enthält nur wenig Wasser und bringt konzentrierte Tomatenbestandteile mit. Eine kleine zusätzliche Menge kann deshalb sowohl Geschmack als auch etwas mehr Fülle in die Soljanka bringen.

Tomatenmark sollte jedoch nicht hauptsächlich als Ersatz für Speisestärke betrachtet werden.

Seine wichtigste Aufgabe bleibt der Geschmack.

Wer große Mengen Tomatenmark ausschließlich zum Eindicken verwendet, verändert Farbe, Säure, Tomatenaroma und möglicherweise auch die Balance der gesamten Suppe.

Tomatenmark nachträglich hinzufügen – geht das?

Ja, aber vorsichtig.

Eine kleine Menge kann separat verarbeitet und anschließend unter die Soljanka gerührt werden.

Dabei besonders darauf achten, das Tomatenmark nicht zu verbrennen. Zu stark geröstetes Tomatenmark kann einen unangenehm bitteren Geschmack entwickeln.

Ist genau das passiert, hilft unser Ratgeber Soljanka zu bitter: Was tun?

6. Kann man Soljanka mit Speisestärke eindicken?

Technisch funktioniert das. Notwendig ist es in den meisten Fällen jedoch nicht.

Speisestärke verändert die Art der Bindung deutlich. Wird zu viel verwendet, bekommt die Flüssigkeit schnell einen saucenartigen Charakter.

Das passt nicht unbedingt zu einer Soljanka, die trotz ihrer reichhaltigen Einlage eine Suppe bleiben soll.

Bevor Speisestärke verwendet wird, würden wir deshalb zuerst prüfen:

  • Ist wirklich zu viel Flüssigkeit vorhanden?
  • Kann die Soljanka noch etwas reduzieren?
  • Ist lediglich zu wenig Einlage enthalten?
  • Fehlt etwas Letscho beziehungsweise Tomatenbasis?

Erst wenn diese Möglichkeiten nicht passen und ausdrücklich eine stärkere Bindung gewünscht wird, kann eine sehr kleine Menge Stärke überhaupt in Betracht gezogen werden.

Warum Saucenbinder bei Soljanka meist nicht notwendig ist

Auch fertiger Saucenbinder kann Flüssigkeit verdicken. Genau darin liegt aber das Problem.

Eine Soljanka soll normalerweise keine gebundene Sauce mit Wursteinlage werden.

Mit Saucenbinder lässt sich zwar schnell eine dickere Konsistenz erzeugen, das ursprüngliche Verhältnis des Gerichts wird dadurch aber nicht unbedingt besser.

Deshalb lieber zuerst die Ursache korrigieren.

Hilft Mehl bei einer zu dünnen Soljanka?

Auch Mehl kann Flüssigkeit binden. Für eine bereits fertige Soljanka ist es allerdings keine besonders elegante Rettungsmethode.

Direkt in die heiße Suppe gegebenes Mehl kann Klümpchen bilden und verändert die Konsistenz deutlich.

Für eine klassische, suppige Soljanka ist es normalerweise nicht notwendig.

Hilft eine Mehlschwitze?

Eine Mehlschwitze ist eine klassische Grundlage für gebundene Suppen und Saucen. Soljanka benötigt sie jedoch nicht zwingend.

Wer eine sehr stark gebundene persönliche Variante bevorzugt, kann natürlich anders kochen. Für die Rettung einer versehentlich zu dünnen Soljanka würden wir aber zunächst die einfacheren Möglichkeiten nutzen.

Kann man einfach Flüssigkeit abschöpfen?

Bei einem extremen Flüssigkeitsüberschuss kann das theoretisch möglich sein. Allerdings enthält die abgeschöpfte Brühe bereits Geschmack.

Wer einfach einen Liter Suppe wegschüttet, entfernt deshalb nicht nur Wasser, sondern auch gelöste Aromen.

Vorsichtiges Reduzieren ist bei einem moderaten Überschuss meist die sinnvollere Lösung.

Bei einem sehr großen Topf kann es dagegen sinnvoll sein, einen Teil der Flüssigkeit zunächst separat aufzubewahren. So lässt sie sich bei Bedarf später wieder verwenden.

Was tun, wenn zu viel Brühe hineingekommen ist?

Das ist wahrscheinlich der häufigste Fall.

Zunächst keine weitere Flüssigkeit ergänzen.

Dann die Soljanka bei moderater Hitze und geöffnetem Deckel weiterköcheln lassen.

Nach einigen Minuten erneut prüfen.

Ist weiterhin deutlich zu viel Flüssigkeit vorhanden, überlegen Sie, ob zusätzlich das Verhältnis zur Einlage nicht stimmt.

Erst danach weitere Zutaten ergänzen.

Was tun, wenn versehentlich zu viel Wasser in der Soljanka ist?

Auch hier hilft zunächst kontrolliertes Reduzieren.

Bei Wasser besteht zusätzlich die Möglichkeit, dass nicht nur die Konsistenz, sondern auch der Geschmack schwächer geworden ist.

Deshalb nach dem Reduzieren unbedingt erneut probieren.

Schmeckt die Soljanka anschließend immer noch flach, liegt zusätzlich ein Geschmacksproblem vor.

Dann geht es weiter mit Soljanka schmeckt fad: Was tun?

Zu dünn und fad sind zwei verschiedene Probleme

Diese Unterscheidung ist für das Abschmecken besonders wichtig.

„Zu dünn“ beschreibt zunächst die Konsistenz.

„Fad“ beschreibt den Geschmack.

Eine relativ dünne Soljanka kann kräftig nach Wurst, Gurke, Tomate, Paprika und Gewürzen schmecken.

Eine dicke Soljanka kann dagegen trotz ihrer Konsistenz geschmacklich langweilig sein.

Deshalb nicht automatisch mehr Salz, Pfeffer oder Gurkenlake verwenden, nur weil die Suppe zu flüssig erscheint.

Was tun, wenn die Soljanka dünn und gleichzeitig fad ist?

Dann müssen beide Probleme nacheinander betrachtet werden.

Zuerst kann die übermäßige Flüssigkeit vorsichtig reduziert werden.

Danach erneut probieren.

Durch das Reduzieren werden vorhandene Aromen konzentrierter. Möglicherweise erledigt sich das Geschmacksproblem dadurch bereits teilweise.

Schmeckt die Soljanka anschließend trotzdem noch fad, wird gezielt abgeschmeckt.

Wichtig: Nicht gleichzeitig stark einkochen und große Mengen Salz, Pfeffer oder Gurkenlake hinzufügen. Erst die Konsistenz korrigieren, dann erneut probieren und anschließend den Geschmack beurteilen.

Was tun, wenn die Soljanka dünn, aber zu salzig ist?

Dann wäre starkes Einkochen möglicherweise genau die falsche Maßnahme.

Beim Verdampfen von Wasser bleibt das vorhandene Salz im Topf. Der Salzgeschmack kann dadurch noch intensiver werden.

In diesem Fall muss zuerst das Salzproblem berücksichtigt werden.

Die passende Vorgehensweise finden Sie unter Soljanka zu salzig: Was tun?

Was tun, wenn die Soljanka dünn und zu sauer ist?

Auch hier sollte nicht einfach stark reduziert werden, ohne den Geschmack zu berücksichtigen.

Durch das Verdampfen von Wasser können vorhandene Geschmacksstoffe stärker hervortreten.

Ist die Säure bereits dominant, sollte deshalb zunächst geprüft werden, wodurch sie entstanden ist.

Mehr dazu unter Soljanka zu sauer: Was tun?

Was tun, wenn die Soljanka nach dem Einkochen zu dick wird?

Dann wurde das Ziel überschritten.

Genau deshalb sollte eine dünne Soljanka nicht unbeaufsichtigt lange reduzieren.

Die Konsistenz immer wieder kontrollieren und den Topf rechtzeitig vom Herd nehmen.

Ist bereits zu viel Flüssigkeit verdampft, lässt sich die Konsistenz wieder vorsichtig korrigieren.

Dafür haben wir den Gegenratgeber Soljanka zu dick: Was tun?

Warum wird Soljanka beim Abkühlen häufig etwas dicker?

Die Konsistenz einer heißen Soljanka entspricht nicht immer exakt der Konsistenz nach einer Ruhezeit.

Beim Abkühlen können Bestandteile der Brühe und der Einlage dafür sorgen, dass die Suppe sämiger beziehungsweise fester wirkt.

Deshalb muss eine heiße Soljanka nicht bereits beim ersten Kochen maximal dick sein.

Gerade wenn sie für den nächsten Tag vorbereitet wird, kann es sinnvoll sein, die Konsistenz nicht unnötig stark zu reduzieren.

Warum wirkt Soljanka am nächsten Tag oft gehaltvoller?

Nach einer längeren Ruhezeit verändert sich nicht nur die Konsistenz. Auch die Aromen werden beim erneuten Essen häufig anders wahrgenommen.

Deshalb sollte eine vorbereitete Soljanka nach dem Erwärmen zunächst gründlich umgerührt und erst dann beurteilt werden.

Mehr zur Geschmacksentwicklung erklären wir unter Warum schmeckt Soljanka am nächsten Tag oft noch besser?

Soljanka nach dem Aufwärmen zu dünn – was tun?

Auch eine aufgewärmte Soljanka kann zu dünn erscheinen, beispielsweise wenn beim Erwärmen zu viel Flüssigkeit ergänzt wurde.

In diesem Fall gilt grundsätzlich dasselbe Prinzip: zunächst vollständig erhitzen, gründlich umrühren und die tatsächliche Konsistenz beurteilen.

Ist sie anschließend weiterhin deutlich zu flüssig, kann sie vorsichtig weiterköcheln.

Wie Soljanka grundsätzlich wieder erwärmt wird, erklären wir unter Soljanka richtig aufwärmen.

Warum große Mengen Soljanka schnell zu dünn werden

Bei zehn oder zwanzig Portionen wird häufig versucht, alle Zutaten proportional hochzurechnen.

Gerade bei der Flüssigkeit sollte trotzdem nicht gedankenlos immer weiter nachgegossen werden.

Ein großer Topf mit mehreren Kilogramm Einlage verhält sich anders als eine kleine Haushaltsportion.

Deshalb ist es häufig sinnvoller, zunächst etwas weniger Brühe zu verwenden und später bei Bedarf nachzugießen.

Zusätzliche Flüssigkeit lässt sich einfach ergänzen. Mehrere Liter überschüssige Brühe wieder aus einer fertigen Soljanka zu bekommen, ist deutlich aufwendiger.

Unsere Mengenplanungen finden Sie unter Soljanka für 10 Personen und Soljanka für 20 Personen.

Wie verhindert man eine zu dünne Soljanka?

Am einfachsten ist es, die Flüssigkeitsmenge von Anfang an vorsichtig zu dosieren.

Brühe nicht komplett auf einmal hineingeben

Wenn das Rezept Spielraum lässt, zunächst etwas weniger verwenden.

Nachgießen ist später jederzeit möglich.

Einlage und Flüssigkeit gemeinsam betrachten

Eine Soljanka lebt von Wurst beziehungsweise Fleisch, Gurken und weiteren Zutaten. Die Flüssigkeit soll diese Bestandteile verbinden und nicht dominieren.

Letscho und Tomatenbasis berücksichtigen

Auch diese Zutaten bringen Flüssigkeit beziehungsweise Masse mit. Das sollte bei der Gesamtplanung berücksichtigt werden.

Nach dem Aufgießen nicht sofort urteilen

Direkt nach Zugabe der Flüssigkeit kann eine Soljanka zunächst dünner erscheinen.

Erst einige Zeit köcheln lassen und dann beurteilen.

Beim Nachgießen vorsichtig sein

Während des Kochens immer nur so viel zusätzliche Flüssigkeit verwenden, wie tatsächlich notwendig ist.

Die 8 häufigsten Fehler bei zu dünner Soljanka

1. Sofort Speisestärke hineingeben

Oft würde etwas zusätzliche Kochzeit bereits ausreichen.

2. Auf höchster Stufe einkochen

Dadurch steigt das Risiko, dass Zutaten am Topfboden ansetzen oder verbrennen.

3. Den Salzgehalt vor dem Reduzieren ignorieren

Beim Einkochen kann der Salzgeschmack stärker werden.

4. Viel Tomatenmark als Bindemittel verwenden

Dadurch verändert sich nicht nur die Konsistenz, sondern auch der Geschmack.

5. Ein ganzes Glas Letscho als schnelle Rettung hineingeben

Auch dadurch kann sich der Charakter der Soljanka stark verschieben.

6. Zu viel zusätzliche Wurst verwenden

Mehr Einlage kann sinnvoll sein, bringt aber möglicherweise zusätzlich Salz und Gewürze mit.

7. Konsistenz und Geschmack verwechseln

Eine dünne Soljanka ist nicht automatisch eine fade Soljanka.

8. Zu lange reduzieren

Aus einer zu dünnen Soljanka kann dadurch schnell eine zu dicke werden.

Was hilft bei zu dünner Soljanka?

MethodeBewertungHinweis
Sanft weiterköchelnSehr gutBesonders bei leichtem Flüssigkeitsüberschuss
Deckel öffnenSehr gutErleichtert das Verdampfen
Verhältnis zur Einlage anpassenGutWenn vor allem zu wenig feste Bestandteile vorhanden sind
Etwas LetschoJe nach Rezept gutNur schrittweise ergänzen
Etwas TomatenmarkJe nach Rezept möglichNicht ausschließlich als Bindemittel verwenden
SpeisestärkeNur bedingtKann die Suppe saucenartig machen
SaucenbinderEher nichtFür den typischen Suppencharakter meist unnötig
MehlEher nichtKann Konsistenz und Mundgefühl stark verändern

Häufige Fragen zu zu dünner Soljanka

Wie kann ich Soljanka schnell eindicken?

Bei einem leichten Flüssigkeitsüberschuss die Soljanka zunächst bei moderater Hitze und geöffnetem Deckel weiterköcheln lassen. Häufig ist keine zusätzliche Bindung notwendig.

Kann man Soljanka mit Speisestärke eindicken?

Technisch ja. Zu viel Speisestärke kann die Suppe allerdings saucenartig machen. Deshalb zunächst andere Möglichkeiten wie vorsichtiges Reduzieren prüfen.

Kann ich Tomatenmark zum Eindicken verwenden?

Eine kleine Menge Tomatenmark kann mehr Fülle bringen. Es verändert aber gleichzeitig Geschmack und Farbe und sollte deshalb nicht nur als Bindemittel eingesetzt werden.

Kann Letscho eine Soljanka dicker machen?

Letscho bringt Paprika- und Tomatenbestandteile mit und kann die Suppe gehaltvoller wirken lassen. Zu große Mengen verändern jedoch den Geschmack deutlich.

Warum ist meine Soljanka so wässrig?

Häufig wurde zu viel Brühe beziehungsweise Wasser verwendet oder das Verhältnis zwischen Flüssigkeit und Einlage stimmt nicht.

Wie lange sollte ich eine dünne Soljanka einkochen?

Eine feste Zeit lässt sich nicht für jeden Topf angeben. Lieber in kurzen Abständen kontrollieren und nur so lange sanft köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Soll der Deckel beim Einkochen auf dem Topf bleiben?

Soll Flüssigkeit verdampfen, ist ein geöffneter oder nur teilweise aufgelegter Deckel sinnvoller als ein vollständig geschlossener Topf.

Kann ich einfach mehr Wurst hineingeben?

Wenn tatsächlich zu wenig Einlage vorhanden ist, kann zusätzliche Wurst das Verhältnis verbessern. Sie kann aber auch zusätzlich Salz und Gewürze mitbringen und sollte deshalb mit Bedacht verwendet werden.

Ist eine dünne Soljanka falsch?

Nicht unbedingt. Manche Soljanka wird suppiger serviert als andere. Entscheidend ist, ob Konsistenz und Verhältnis der Zutaten für das jeweilige Rezept stimmig sind.

Was ist besser: dünne oder dicke Soljanka?

Soljanka sollte nach unserer Auffassung weder wässrig noch breiig sein. Eine kräftige Suppe mit reichlich Einlage und einer leicht sämigen Flüssigkeit ist eine gute Orientierung.

Warum wird meine Soljanka am nächsten Tag dicker?

Beim Abkühlen und während der Ruhezeit kann sich die Konsistenz verändern. Nach dem erneuten Erwärmen sollte die Soljanka deshalb zunächst gründlich umgerührt und dann beurteilt werden.

Was mache ich, wenn ich die Soljanka zu stark eingekocht habe?

Dann kann sie vorsichtig wieder verdünnt werden. Die ausführliche Anleitung finden Sie unter Soljanka zu dick: Was tun?

Kurz beantwortet: Was tun, wenn Soljanka zu dünn ist?

Ist Soljanka zu dünn, sollte zunächst keine weitere Flüssigkeit hinzugegeben werden. Lassen Sie die Suppe bei moderater Hitze mit geöffnetem oder teilweise geöffnetem Deckel etwas weiterköcheln, damit überschüssiges Wasser verdampfen kann. Ist vor allem zu wenig Einlage vorhanden, kann das Verhältnis zwischen Brühe und festen Zutaten angepasst werden. Letscho oder eine kleine Menge Tomatenmark können je nach Rezept zusätzliche Fülle bringen. Speisestärke und Saucenbinder sind normalerweise nicht notwendig.

Fazit: Eine zu dünne Soljanka lässt sich meist einfach retten

Eine zu flüssige Soljanka gehört zu den Kochproblemen, die sich häufig relativ unkompliziert korrigieren lassen.

Bei einem leichten Flüssigkeitsüberschuss genügt es oft, die Suppe noch etwas bei moderater Hitze und geöffnetem Deckel köcheln zu lassen.

Ist dagegen zu wenig Einlage vorhanden, sollte nicht ausschließlich versucht werden, die Flüssigkeit immer weiter einzukochen. Dann kann das Verhältnis zwischen Brühe und festen Zutaten angepasst werden.

Letscho und Tomatenmark können zusätzliche Fülle bringen, sollten aber nicht ausschließlich als Verdickungsmittel betrachtet werden. Zu große Mengen verändern den typischen Geschmack.

Speisestärke, Mehl und Saucenbinder sind technisch möglich, für eine klassische suppige Soljanka jedoch meistens nicht notwendig.

Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Konsistenz und Geschmack. Eine dünne Soljanka ist nicht automatisch fad. Schmeckt sie gleichzeitig wässrig, sollte nach der Korrektur der Konsistenz erneut probiert und erst dann gezielt abgeschmeckt werden.

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