Praktische Tipps rund um die Zubereitung von Soljanka
Eine Soljanka ist eigentlich unkompliziert – bis beim Abschmecken plötzlich etwas nicht stimmt. Die Suppe ist zu sauer, zu salzig, zu süß oder schmeckt trotz vieler Zutaten überraschend fad. Vielleicht ist sie auch zu dünn oder so dick geworden, dass sie kaum noch wie eine Suppe wirkt.
Genau für solche Situationen gibt es diesen Bereich auf ddr-soljanka.de.
Hier findest du praktische Tipps rund um die Zubereitung von Soljanka. Dabei geht es nicht nur darum, Fehler zu korrigieren. Wir erklären auch, wie sich Soljanka vorbereiten, aufwärmen und einfrieren lässt und worauf beim Abschmecken besonders geachtet werden sollte.
Der wichtigste Grundsatz ist dabei erstaunlich einfach:
Nicht sofort mehrere Zutaten in den Topf geben, sondern zuerst herausfinden, was tatsächlich nicht stimmt.
Denn eine Soljanka, die fad schmeckt, braucht nicht automatisch mehr Salz. Eine zu saure Soljanka muss nicht zwangsläufig mit viel Zucker gerettet werden. Und wenn die Suppe zu salzig ist, hilft eine weitere normale gesalzene Brühe meistens nicht weiter.
Deshalb haben wir die häufigsten Probleme jeweils in eigenen Ratgebern ausführlich erklärt.

Soljanka richtig abschmecken: Erst probieren, dann verändern
Der Geschmack einer Soljanka entsteht aus vielen verschiedenen Zutaten.
Wurst und Fleisch bringen Herzhaftigkeit und häufig bereits Salz mit. Gewürzgurken liefern Säure, Salz und je nach Sorte auch Süße. Letscho kann Tomate, Paprika, Zwiebeln, Gewürze und ebenfalls eine gewisse Süße beisteuern. Brühe bildet die geschmackliche Grundlage. Hinzu kommen Tomatenmark, Zwiebeln und Gewürze.
Dadurch entsteht eine Besonderheit: Beim Abschmecken verändert man selten nur einen einzigen Geschmack.
Gibt man beispielsweise Gurkenlake hinzu, steigt nicht nur die Säure. Je nach Lake kommen gleichzeitig Salz, Zucker und Gewürze hinzu.
Auch Brühe bringt nicht nur Flüssigkeit in den Topf. Eine kräftig gesalzene Brühe verändert gleichzeitig Würze und Salzgehalt.
Deshalb sollte eine fast fertige Soljanka zunächst gründlich umgerührt und probiert werden.
Danach stellt man sich möglichst konkret die Frage:
- Fehlt Säure?
- Fehlt Würze?
- Fehlt Salz?
- Ist zu viel Salz vorhanden?
- Ist die Suppe zu süß?
- Ist sie unangenehm bitter?
- Ist sie zu scharf?
- Stimmt die Konsistenz?
Erst wenn das Problem eingegrenzt ist, sollte korrigiert werden.

Soljanka schmeckt fad – was fehlt?
Eine Soljanka kann viele Zutaten enthalten und trotzdem langweilig schmecken.
Der häufigste Reflex lautet dann: mehr Salz.
Das ist jedoch nicht immer die richtige Lösung.
„Fad“ kann unterschiedliche Ursachen haben. Vielleicht fehlt tatsächlich etwas Salz. Es kann aber genauso gut an fehlender Säure, zu wenig Röstaromen, einer schwachen Brühe oder einem unausgewogenen Verhältnis der Zutaten liegen.
Deshalb sollte zuerst probiert werden, welche geschmackliche Richtung fehlt.
Ist genügend Salz vorhanden, kann weiteres Salzen das eigentliche Problem sogar verschlimmern.
Unser ausführlicher Ratgeber hilft bei der Ursachenfindung Soljanka schmeckt fad: Was tun?
Soljanka zu sauer – was kann man tun?
Säure gehört zur Soljanka. Ohne die säuerliche Komponente würde ihr ein wichtiger Teil ihres charakteristischen Geschmacks fehlen.
Zu viel davon kann die Suppe allerdings unangenehm spitz wirken lassen.
Mögliche Ursachen sind beispielsweise sehr saure Gewürzgurken, zu viel Gurkenlake oder mehrere säuerliche Zutaten gleichzeitig.
Jetzt sollte nicht automatisch eine große Menge Zucker in den Topf gegeben werden.
Eine kleine geschmackliche Korrektur kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein. Ist die Soljanka jedoch deutlich übersäuert, muss häufig das Verhältnis der gesamten Suppe wieder ausgeglichener werden.
Wie das funktioniert, erklären wir ausführlich unter Soljanka zu sauer: Was tun?
Soljanka zu salzig – jetzt nicht weiter würzen
Eine zu salzige Soljanka ist ein besonders typisches Küchenproblem, weil Salz aus vielen verschiedenen Zutaten kommen kann.
Nicht nur zusätzliches Kochsalz spielt eine Rolle.
Auch Wurst, Kasseler, Brühe, Gewürzgurken, Gurkenlake und andere Zutaten können Salz mitbringen.
Dadurch kann die Suppe nach und nach zu salzig werden, obwohl während des Kochens kaum zusätzlich gesalzen wurde.
Ist das passiert, sollte selbstverständlich keine weitere stark gesalzene Brühe hinzugegeben werden.
Je nach Situation können eine ungesalzene Grundlage oder eine Erweiterung der übrigen Zutaten sinnvoller sein.
Die verschiedenen Möglichkeiten erklären wir hier Soljanka zu salzig: Was tun?
Soljanka zu süß – häufig liegt es nicht am Zucker
Auch eine Soljanka, der überhaupt kein zusätzlicher Zucker beigefügt wurde, kann zu süß schmecken.
Das liegt daran, dass Süße bereits aus anderen Zutaten kommen kann.
Letscho kann je nach Produkt relativ süß sein. Auch Gewürzgurken und deren Lake unterscheiden sich deutlich. Manche Tomatenprodukte bringen ebenfalls eine wahrnehmbare Süße mit.
Deshalb ist es sinnvoll, solche Zutaten vor dem Kochen zu probieren.
Ist die fertige Soljanka bereits zu süß, sollte nicht wahllos mit Salz, Essig oder Chili gegengesteuert werden.
Unser Ratgeber zeigt, welche Möglichkeiten sinnvoll sein können Soljanka zu süß: Was tun?
Soljanka zu bitter – mögliche Ursachen finden
Bitterkeit gehört normalerweise nicht zu dem Geschmack, den man von einer ausgewogenen Soljanka erwartet.
Ist eine unangenehme bittere Note vorhanden, lohnt sich deshalb die Suche nach der Ursache.
Mögliche Auslöser können beispielsweise zu dunkel geröstete Zwiebeln, verbranntes Tomatenmark oder überhitzte Gewürze sein.
Gerade Tomatenmark wird häufig angeröstet, um sein Aroma zu intensivieren. Dabei besteht allerdings ein Unterschied zwischen kurzem Rösten und Verbrennen.
Ist die Bitterkeit erst einmal stark ausgeprägt, lässt sie sich nicht immer vollständig aus der Suppe entfernen.
Deshalb ist Vorbeugung besonders wichtig.
Mehr dazu unter Soljanka zu bitter: Was tun?
Soljanka zu scharf – Schärfe vorsichtig dosieren
Soljanka darf kräftig und würzig schmecken. Sehr starke Schärfe ist dafür aber keine Voraussetzung.
Wer Chili oder andere scharfe Zutaten verwendet, sollte deshalb vorsichtig dosieren.
Schärfe lässt sich während des Kochens leicht erhöhen. Sie wieder aus einem fertigen Topf herauszubekommen, ist wesentlich schwieriger.
Ist die Soljanka bereits deutlich zu scharf, sollte nicht mit weiteren intensiven Zutaten experimentiert werden.
Welche Möglichkeiten bleiben, erklären wir hier unter Soljanka zu scharf: Was tun?
Soljanka zu dick – welche Flüssigkeit eignet sich?
Eine Soljanka darf gehaltvoll sein. Wird sie allerdings so dick, dass kaum noch Flüssigkeit vorhanden ist, muss nachjustiert werden.
Der naheliegende Gedanke ist zusätzliche Brühe.
Das kann richtig sein – muss es aber nicht.
Ist die Suppe bereits kräftig gewürzt oder sogar an der Grenze zum zu salzigen Geschmack, wäre eine stark gesalzene Brühe möglicherweise die falsche Wahl.
Deshalb sollte vor dem Verdünnen zuerst probiert werden.
Je nach Ausgangslage können passende Brühe, ungesalzene Brühe oder auch etwas Wasser infrage kommen.
Die Entscheidungshilfe findest du unter Soljanka zu dick: Was tun?
Soljanka zu dünn – nicht einfach Tomatenmark hineingeben
Auch das Gegenteil kommt vor: Die Soljanka besitzt zwar Geschmack, wirkt aber zu wässrig.
Jetzt wird gelegentlich empfohlen, einfach mehr Tomatenmark hinzuzugeben.
Das verändert jedoch nicht nur die Konsistenz, sondern gleichzeitig den Tomatengeschmack.
Eine andere Möglichkeit kann darin bestehen, die Suppe eine Zeit lang offen köcheln zu lassen, damit Flüssigkeit verdampft.
Welche Methode sinnvoll ist, hängt davon ab, warum die Soljanka zu dünn geworden ist.
Mehr dazu unter Soljanka zu dünn: Was tun?
Warum Soljanka am nächsten Tag oft anders schmeckt
Viele kennen den Eindruck: Die Soljanka wird am nächsten Tag aufgewärmt und wirkt plötzlich harmonischer oder kräftiger.
Während der Ruhezeit und beim späteren Wiedererwärmen kann sich der geschmackliche Gesamteindruck verändern.
Deshalb sollte eine Soljanka, die für den nächsten Tag vorgesehen ist, nicht vorsorglich extrem stark abgeschmeckt werden.
Nach dem erneuten vollständigen Erhitzen wird zunächst probiert. Erst dann lässt sich beurteilen, ob überhaupt etwas fehlt.
Mehr dazu unter Warum schmeckt Soljanka am nächsten Tag oft noch besser?
Soljanka richtig aufwärmen
Soljanka eignet sich gut zum Vorbereiten. Das macht sie praktisch für Familienessen und größere Feiern.
Nach dem Kochen sollte sie zügig heruntergekühlt und richtig gelagert werden.
Beim späteren Aufwärmen sollte die Suppe gleichmäßig und vollständig durcherhitzt werden.
Danach gründlich umrühren und erst jetzt abschmecken.
Alle Hinweise findest du hier Soljanka richtig aufwärmen – so bleiben Geschmack und Konsistenz erhalten.
Kann man Soljanka einfrieren?
Wer einen großen Topf gekocht hat, muss die übrige Soljanka nicht zwangsläufig in den folgenden Tagen essen.
Soljanka lässt sich grundsätzlich einfrieren.
Dafür sollte sie nach dem Kochen zügig heruntergekühlt und anschließend portionsweise in geeignete Behälter gefüllt werden.
Schmand, saure Sahne und Zitronenscheiben werden besser nicht zusammen mit der Suppe eingefroren, sondern später frisch ergänzt.
Die vollständige Anleitung findest du unter Kann man Soljanka einfrieren?
Soljanka für eine Feier vorbereiten
Soljanka ist ein praktisches Gericht für Geburtstage, Familienfeiern oder andere größere Runden.
Sie lässt sich vorbereiten und später wieder vollständig erhitzen.
Bei größeren Mengen wird allerdings das Abschmecken wichtiger.
Salz, Gurkenlake und intensive Gewürze sollten nicht einfach blind vervielfacht werden. Besser ist es, bei konzentrierten Zutaten zunächst etwas zurückhaltender zu bleiben und die fertige Menge anschließend abzustimmen.
Unsere Anleitung unter Soljanka vorbereiten für Party und Feier.
Was passt zu Soljanka?
Eine kräftige Soljanka braucht normalerweise keine aufwendige Beilage.
Brot, Brötchen oder Toast sind unkomplizierte Begleiter.
Schmand oder saure Sahne können separat angeboten werden. Gleiches gilt für Zitronenscheiben oder Zitronenspalten.
Dadurch kann jeder die eigene Portion nach Geschmack ergänzen.
Weitere Ideen findest du unter Was passt zu Soljanka? Beilagen und Ideen.
Die häufigsten Fragen zur Soljanka
Was tun, wenn Soljanka nicht kräftig genug schmeckt?
Zuerst prüfen, was tatsächlich fehlt. Eine fade Soljanka braucht nicht automatisch Salz. Auch fehlende Säure, eine schwache Grundbrühe, zu wenige Röstaromen oder eine unausgewogene Würzung können die Ursache sein.
Wie bekommt man Säure in Soljanka?
Gewürzgurken bringen bereits Säure mit. Je nach Rezept kann vorsichtig etwas Gurkenlake verwendet werden. Diese sollte jedoch als Würzmittel betrachtet und portionsweise dosiert werden.
Was tun, wenn zu viel Gurkenwasser in der Soljanka ist?
Dann sollte zunächst geprüft werden, ob vor allem die Säure, das Salz oder beides zu stark geworden ist. Die Korrektur richtet sich nach dem tatsächlichen Problem.
Warum sollte man Soljanka erst am Ende endgültig abschmecken?
Viele Zutaten bringen bereits Salz, Säure, Süße und Gewürze mit. Erst wenn die Suppe gekocht hat und alle Bestandteile miteinander verbunden sind, lässt sich der Gesamteindruck sinnvoll beurteilen.
Kann man Soljanka am Vortag kochen?
Ja. Nach dem Kochen sollte sie zügig heruntergekühlt und richtig gelagert werden. Am nächsten Tag wird sie vollständig wieder erhitzt.
Kann man Soljanka mehrmals aufwärmen?
Praktischer ist es, nur die Menge zu erwärmen, die tatsächlich gegessen werden soll. Deshalb kann es sinnvoll sein, einen größeren Topf portionsweise aufzubewahren.
Warum wird Soljanka zu salzig?
Salz kommt nicht nur aus dem Salzstreuer. Brühe, Wurst, Kasseler, Gewürzgurken und Gurkenlake können gemeinsam einen erheblichen Salzgehalt ergeben.
Warum wird Soljanka bitter?
Mögliche Ursachen sind unter anderem verbranntes Tomatenmark, zu dunkel geröstete Zwiebeln oder überhitzte Gewürze.
Warum wird Soljanka zu süß?
Je nach verwendeten Produkten können Letscho, Gewürzgurken, Gurkenlake oder Tomatenprodukte Süße mitbringen. Deshalb lohnt es sich, diese Zutaten vorher zu probieren.
Wie dick sollte Soljanka sein?
Eine allgemeingültige exakte Konsistenz gibt es nicht. Die Suppe darf gehaltvoll sein, sollte aber weiterhin gut löffelbar bleiben. Persönliche Vorlieben spielen dabei ebenfalls eine Rolle.
Unser wichtigster Soljanka-Tipp
Viele Küchenfehler entstehen nicht durch eine einzelne falsche Zutat, sondern durch zu hektisches Nachwürzen.
Deshalb lohnt es sich, die Soljanka zwischendurch immer wieder zu probieren.
Wenn etwas nicht stimmt, zunächst nur eine Veränderung vornehmen.
Danach umrühren, kurz warten und erneut probieren.
So bleibt nachvollziehbar, welche Veränderung tatsächlich geholfen hat – und aus einem kleinen Geschmacksproblem wird nicht durch fünf Gegenmaßnahmen ein noch größeres.
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